Die Dackel-Golden Retriever-Labrador-Mischung

Meine Tochter hätte gerne einen Hund. Ich kann das verstehen, obwohl ich eher schlechte Kindheitserinnerungen an die Dackelhündin meiner Schwester habe. Susi zerbiss meine Barbiepuppen und gehorchte – wenn überhaupt – nur meiner Schwester. Susi mochte mich nicht und ich traute Susi nicht über den Weg. Dabei hatte mir mein Vater sogar das definitive Mittel, um sich einen Hund treu und ergeben zu machen, verraten: man muss dem Hund ins Maul spucken. Quasi eine Art „Impfung“, die den Hund dann auf den Spuckenden fixiert. Obwohl ich als Kind diesen Trick bei vielen Hunden ausprobiert habe, zeigte es sich, dass  a) dieser Trick nie funktionierte und b) mein Vater aber einer genetischen DNA-Marker-Geschichte vielleicht damals schon auf der Spur war… Vor kurzem habe ich jedenfalls einen herzallerliebsten, alten Dackel hier in Mandarinendorf kennen gelernt, der treuherzig sein ebenfalls schon altes Frauchen durchs Leben begleitet. Natürlich habe ich diesem Dackel nicht in den Mund gespuckt, um ihn bloß nicht auf mich zu fixieren. Irgendwie kam es andersherum: ich war plötzlich auf den Dackel fixiert. Leider bin ich mit meiner neuerwachten Begeisterung für Dackel innerhalb der Familie nicht auf Resonanz gestoßen. Meine Tochter plädiert für einen Golden Retriever und mein Mann favorisiert Labradore. Mein Vorschlag, dann einen Dackel-Golden Retriever-Labrador-Mischling als Kompromiss aus Griechenland zu organisieren, stieß leider nicht auf Gegenliebe. Unsere Katzen werden also die Königinnen ihres Reviers bleiben…

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