Auf allet eingestellt…

In Mandarinendorf steht an der Bushaltestelle ein Rollstuhlfahrer. Auf der Rückseite des Rollstuhls klebt ein Schild: „Ich brauche keinen Sex. Mich fickt das Leben jeden Tag.“ Nicht in jedem Bezirk fände ich das lustig, in Mandarinendorf aber schon.

Im Supermarkt stehe ich an der Kasse und tausche mit der Verkäuferin einen stummen Blick aus. Wir wissen beide, dass der Kunde, der gerade dran ist, Alkoholiker ist, und es zu vertuschen versucht. Er redet wie ein Wasserfall. „Welchen Euro wollnse, den Deutschen oder den Italjena. Is Ihnen ejal? Na, dann behalt‘ ick den Italjena. Den brauch ick vielleicht für den neuen Papst. Dann bin ick auf allet einjestellt…“

Berlin ist eine Stadt, in der solche Aussagen irgendwie Sinn machen.

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