Das Januar-Gedicht

Mein Projekt für dieses Jahr ist es, jeden Monat hier ein Gedicht zu posten. Die werten Leserinnen und Leser dieses Blogs kennen es wahrscheinlich auch aus eigener Erfahrung: die Muse küsst einen leider immer an merkwürdigen Orten oder zu ungünstigen Zeiten. Dieses Gedicht hier fiel mir auf dem Rückweg aus dem schneebestürmten Hellersdorf ein. Ich schrieb es schnell in mein Notizbuch und komme erst jetzt dazu, mit dem Posten zu beginnen.

 

winter

Winter in Berlin

 

eisiger Wind bläst vom Ural

peitscht Wunden ins Gesicht

und macht die Stadt weiß und kahl

 

das Trottoir ist glatt gefroren

ihr hochsensibles Gleichgewicht haben

viele sofort verloren

 

beim Balancieren auf dünnem Eis

die flachen Dächer glitzern und

glänzen puderzuckerweiß

 

 

 

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