Der große Gelbe

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Öfter standest du in Flammen
du wolltest nicht mehr
sinnlos
durch den Großstadtdschungel
fahren.

Dein Herz fing Feuer
dein Lebensmotor explodierte
herzlos
bliebst du in Mandarinendorf
stehen.

Deine Fahrer tun es dir gleich
bleiben stehen
weil ihnen
das fehlende Vorzeigen eines Fahrscheins
die Mitnahme von Döner
das Ausspucken kleiner Mengen Speichel
das Leben an sich
die Nase der Mitfahrenden
nicht passt.

„Ick fahr nich‘ mehr weiter“ –
Dieser Satz lässt genauso
wie dein explodierender Motor
oh, großer Gelber,
die Herzen der Mitfahrenden
schneller schlagen.

Bis du dich wieder fängst
und dein Fahrer sich einkriegt
und dein Motor wieder rattert
oder die Feuerwehr weißen Schaum
über dein Haupt sprüht.

Oh, großer Gelber,
kanarienvogelgleich
gleitest du über die
grauen Straßen Berlins.

(Okay. Das wurde schon wieder eine Ode)

 

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Sijaretten

Frauen und Ssijaretten

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In der S-Bahn.

„Ssijaretten, imma willse Ssijaretten von mia!“,

Erst dachte ich, der junge Mann hätte einen Sprachfehler, würde lispeln, aber dann fiel mir ein, dass der Berliner ja gerne statt Z ein stimmhaftes S spricht.

„Ick saje ssu ia: ick kann nich imma Ssijaretten koofen, dit is ma ssu teuja, ick hab’ ooch nich soviel Jeld!“

„Da sacht se ssu mia: Komm’ jib ma noch eene Ssijarette, nua eene! Sach’ icke zu ia: Et jibt keene Ssijaretten mehr, komm’ Mädel, hör’ do’ uff, Roochen is sowieso nich jut fü’ dia, lass’ do’ die Ssijaretten!“